Glossar – Wichtige Begriffe im Gesundheitswesen
Das Sanoliste-Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus dem deutschen Gesundheitswesen, der Pharmaindustrie und der Pflege. Von Arzneimittelzulassung über Medizinprodukte-Regulierung bis hin zu Pflegegraden – hier finden Sie verständliche Erklärungen zu 29 zentralen Begriffen.
A
- AMG (Arzneimittelgesetz) – Das zentrale Gesetz zur Regelung des Verkehrs mit Arzneimitteln in Deutschland.
- Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) – Verordnung über die Anforderungen an den ordnungsgemäßen Betrieb von Apotheken.
- Arzneimittelrabattvertrag – Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Pharmaherstellern über Preisnachlässe auf Arzneimittel.
B
- BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) – Bundesoberbehörde für die Zulassung und Überwachung von Arzneimitteln und Medizinprodukten.
- Biosimilar – Nachahmerprodukt eines biologischen Referenzarzneimittels mit vergleichbarer Qualität und Wirksamkeit.
D
- DRG-System (Diagnosis Related Groups) – Vergütungssystem für Krankenhäuser auf Basis diagnosebezogener Fallpauschalen.
E
- Elektronische Patientenakte (ePA) – Digitale, sektorenübergreifende Gesundheitsakte für alle gesetzlich Versicherten.
- EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) – EU-Behörde für die wissenschaftliche Bewertung und Zulassung von Arzneimitteln in Europa.
G
- G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) – Höchstes Beschlussgremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen.
- GDP (Good Distribution Practice) – Leitlinien für die gute Vertriebspraxis von Arzneimitteln.
- Generika – Wirkstoffgleiche Nachahmerprodukte eines Originalarzneimittels nach Patentablauf.
- GMP (Good Manufacturing Practice) – Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Arzneimittelherstellung.
H
- Heimaufsicht – Behördliche Aufsicht über stationäre Pflegeeinrichtungen und Heime.
- Heilmittelwerbegesetz (HWG) – Gesetz zur Regelung der Werbung für Arzneimittel und Medizinprodukte.
I
- IVDR (In-vitro-Diagnostika-Verordnung) – EU-Verordnung zur Regulierung von In-vitro-Diagnostika wie Blut- und Labortests.
K
- Klinische Studie – Systematische Untersuchung zur Prüfung von Wirksamkeit und Sicherheit medizinischer Interventionen.
M
- MDR (Medical Device Regulation) – EU-Verordnung über Medizinprodukte mit verschärften Anforderungen an Sicherheit und Leistung.
- Medizinischer Dienst (MD) – Unabhängige Begutachtungs- und Beratungseinrichtung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen.
O
- Orphan Drug – Arzneimittel für seltene Erkrankungen mit besonderen regulatorischen Anreizen.
- OTC-Arzneimittel (Over-the-Counter) – Rezeptfreie, apothekenpflichtige Arzneimittel zur Selbstmedikation.
P
- PEI (Paul-Ehrlich-Institut) – Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.
- Pflegegrad – Einstufung der Pflegebedürftigkeit in fünf Grade als Grundlage für Pflegeleistungen.
- Pharmakovigilanz – Wissenschaft und Aktivitäten zur Erkennung und Bewertung von Arzneimittelnebenwirkungen.
- Pharmazentralnummer (PZN) – Eindeutige Identifikationsnummer für Arzneimittel und Apothekenprodukte in Deutschland.
Q
- Qualified Person (QP) – Sachkundige Person, die für die Chargenfreigabe von Arzneimitteln verantwortlich ist.
R
- Rezeptpflicht – Verschreibungspflicht für Arzneimittel mit erhöhtem Gefahrenpotenzial.
S
- Selektivvertrag – Besondere Versorgungsverträge zwischen einzelnen Krankenkassen und Leistungserbringern.
- Sozialgesetzbuch (SGB) – Die zentrale Gesetzessammlung des deutschen Sozialrechts in zwölf Büchern.
Z
- Zulassung (Arzneimittelzulassung) – Behördliches Genehmigungsverfahren für das Inverkehrbringen von Arzneimitteln.
Dieses Glossar wird regelmäßig erweitert. Alle Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine fachliche Beratung.